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Deep Sky Lernkurve – Andromedagalaxie, Orionnebel und Galaxiengruppe – Sternklare Nacht 2

Genau 7 Tage nach meinem ersten Abend, mit meinem Vixen ed80sf war der Himmel am 20.2.2021 wieder so wie man es sich wünscht. Auch dieser Abend stand, wie sollte es anders sein, im Zeichen des wilden Ausprobierens.

Der Abend

Mein zweiter Abend mit meinem neuen handlichen APO. Wie sollte es anders sein? Ausprobieren war angesagt. Vor allem einfach mal die Objekte ansteuern die ich täglich in den Facebook Astro-Gruppen sehen darf.

Nach Aufbau, Einnordung und Gefrickel beim Alignment war ich dann irgendwann so weit. Von Guiding hatte ich zu dem Zeitpunkt schon mal was gelesen, war aber noch nicht so weit.

Andromedagalaxie, M31

Der Abend begann mit ca. 20 Aufnahmen mit ISO 1600 zu je 120 Sekunden Belichtungszeit – Nur nachgeführt, nicht guided – mit der Andromedagalaxie M31. Auch im Nachhinein betrachtet, muss das ein Meisterstück der Perfektion der Einnordung an diesem Abend gewesen sein 🙂 Hier der Beweis:

120 Sekunden. Unguided! 600mm auf Skywatcher HEQ-5 Pro. Zoom auf Einzelbild.

Das Stacking habe ich dann mit DSS (samt BIASES und DARKS) durchgeführt und ein bisschen in GIMP gestreckt. Die verwendeten Frames fürs Stacking hatten, wie man sieht, leider nicht alle so runde Sterne. Hier das Ergebnis:

M31 - Andromedagalaxie
Das erste von drei Objekten an meinem zweiten Abend mit meinem neuen Vixen APO Teleskop auf der HEQ-5 Pro. Die Andromedagalaxie.

Orionnebel, M42

Das zweite Objekt an diesem Abend war dann, wie schon am ersten Abend, der Orionnebel. Ich habe knapp 50 Einzelbelichtungen zu je 60 Sekunden bei ISO 800 angefertigt. Von diesen habe ich dann 45 in DSS gestacked (samt BIASES und DARKS) und in GIMP gestreckt und gespeichert. Hier das Ergebnis (nochmal ein Paar Curves in Affinity nachträglich angepasst):

M42 - Orionnebel
Das zweite von drei Objekten an meinem zweiten Abend mit meinem neuen Vixen APO Teleskop auf der HEQ-5 Pro. Der Orionnebel.

Gruppe von Galaxien, M105, NGC 3384, NGC 3389, M96

Das dritte Objekt – man ist ja ungeduldig – war eine Gruppe von Galaxien mit M105. Hier machte ich ca. 30 Aufnahmen bei ISO 800 und 60 Sekunden Belichtungszeit. Hier das simple gestackte und gestreckte Ergebnis (Nachträglich mit Affinity gestacked und minimal nachentwickelt. Neben BIAS und DARKS des Abends, habe ich ein paar Flats verwendet die ich zwei Wochen später angefertigt hatte.) Ich hatte einfach kein brauchbares Ergebnis aus Februar:

M105 - Galaxiengruppe
Das dritte von drei Objekten an meinem zweiten Abend mit meinem neuen Vixen APO Teleskop auf der HEQ-5 Pro. Eine Gruppe von Galaxien. M105, NGC 3384, NGC 3389 und etwas abseits M96.

Erfahrungswerte

An diesem Abend hatte ich dann zum ersten Mal meine noch unmodifizierte CANON EOS M100 am APO. Die Steuerung der Montierung lief weiterhin mit APT. Für die Steuerung der Reihenfotos mit Bulb Belichtung von 120s hatte ich die App auf iOS namens “CC & C” gefunden. An diesem Abend noch in der Trial Version. Ab dem Folgeabend dann für ein paar Euro ordentlich erworben. Die Belichtungszeiten variierten immer im ca. 1s. Aber es war ein wichtiger Schritt nach vorne.

Was mir wirklich lange zu schaffen machte, war die Tatsache, dass nach dem Anfahren eines Objektes dieses nicht im Sichtfeld der Fotos war. Ein ewiges Gefrickel mit der den Pfeiltasten in der Steuerungssoftware für die HEQ-5 Pro. Es hat einige Monate gedauert bis ich das wirklich im Griff hatte. Es war teils wirklich frustrierend.

Die Fokussierung mit Hilfe einer Bahtinov-Maske hatte eigentlich vom ersten Tag an gut funktioniert.

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